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Internationale Solidarität Reflexion

Frieden und Gewaltfreiheit

Oktober 2019

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EinführungPeace icon

„Der dreifaltige Gott drängt uns, Frauen des Friedens, der Hoffnung und der Liebe im Herzen dieser Welt zu sein. Im Geist der seligen Mutter Theresia und von Mutter Karolina Frieß und geleitet durch Ihr seid gesandt, Die Liebe gibt alles und die Soziallehre der katholischen Kirche verpflichten wir, die Mitglieder des Internationalen Shalom-Netzwerkes, uns:

  • … unsere Gebetszentren für den Frieden zu fördern und Wege zu finden, die Teilnahme am Gebet für den Frieden zu erweitern.
  • … uns für Menschenrechte einzusetzen, insbesondere für Migranten, Flüchtlinge und alle, die in unseren Gesellschaften diskriminiert werden.“ (Shalom Schwerpunkt und Verpflichtungen 2018-20)

Erfahrung

Jeden Tag hören wir in einigen unserer Länder von Waffengewalt auf öffentlichen Plätzen, sind darüber erschrocken und fühlen uns hilflos; in anderen Ländern richten Diktatoren kriegerische Angriffe gegen ihr eigenes Volk. Rassismus und Vorherrschaft der Weißen scheinen zu erstarken und gefährlicher zu werden, wenn sich beides in Gewaltaktionen auf offener Straße zeigt und Entsetzen hervorruft. Gefängnisse sind in übler Weise überfüllt, während Kinder in großer Anzahl getrennt von ihren Eltern und Familien in Internierungszentren in den USA festgehalten werden. Zu unserem Schrecken haben Militärausgaben in verschiedenen Ländern ihren Schwerpunkt auf Massenvernichtungswaffen. Wir lesen in jeder Zeitung von Fällen häuslicher Gewalt, unsere eigene Nachbarschaft miteingeschlossen. Wir sind uns darüber im Klaren, dass wir nirgends gegen die Verrohung und das spürbare Nachlassen der Normen im Umgang miteinander gefeit sind. Wie können wir inmitten all dessen erziehen, uns einsetzen und mit Blick auf diese Situation in unserer Welt handeln?

Reflexion

In Laudato Si’ ermuntert uns Papst Franziskus mit den folgenden Worten:

„… wir sind berufen, die Werkzeuge Gottes des Vaters zu sein, damit unser Planet das sei, was Er sich erträumte, als Er ihn erschuf, und seinem Plan des Friedens, der Schönheit und der Fülle entspreche.” (53)

„Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung sind drei absolut miteinander verbundene Themen, die nicht getrennt und einzeln behandelt werden können …” (92)

Stille

Antwort: „Lass Frieden sein auf Erden und fange bei mir an.”

Unsere Konstitution Ihr seid gesandt besagt:

„Wir sind offen für Gottes Anruf und bereit zu tun, was er uns sagt. Gott tut uns seinen Willen kund durch sein Wort, durch die Menschen, die Situationen des Lebens, der Kirche und der Welt und durch seine Anregungen in unserem Herzen.” (K 19)
„Wir wissen, dass wir persönlich und als Kongregation Anteil haben an der Schuld der Gesellschaft. Wir sind gerufen, unseren Beitrag zu der in der Welt herrschenden Ungerechtigkeit einzugestehen, vor allem zu jener, die von dem ungeordneten Verlangen nach Macht, Ehre und Besitz herrührt. Durch Gottes Gnade können wir diesen Bestrebungen widerstehen und in uns und in der Gesellschaft eine Haltung der Demut und eine Bereitschaft zum Teilen fördern, um eine gerechtere und menschlichere Welt aufzubauen.” (GD 22)

Stille

Antwort: „Lass Frieden sein auf Erden und fange bei mir an.”

Aktion

  1. Wenn Sie über die Notwendigkeit von Frieden und Gewaltlosigkeit in unserer Welt nachdenken – was hören Sie, wozu ruft Ihr seid gesandt uns auf?
  2. Wie können wir Schulschwestern eine Atmosphäre der Gewaltlosigkeit in unseren Gemeinschaften, in unserer Nachbarschaft, in unseren Städten und Ländern fördern?
  3. Was könnte dazu beitragen, damit Sie sich intensiver mit Ihrer Sehnsucht einsetzen können, für eine Welt der Gewaltlosigkeit und des Friedens zu arbeiten?

Schlussgebet

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.
Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.

Amen

Gebet für den Frieden

Vorbereitet von Schwester Ethel Howley, SSND,Provinz Atlantic-Midwest, USA, für das Internationale Shalom Büro, Rom, Italien
Grafik: Richtungweisende Erklärung, 24. Generalkapitel. Design: Kongregationsweites Kommunikationsbüro

 

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