Die Liebe kann nicht warten

von Eileen Reilly, SSND

“We, the School Sisters of Notre Dame are profoundly affected and challenged by the many divisions in our world and church today and by the social, economic and ecological crises of our time.”   –  Love Cannot Wait

This introductory sentence to the Directional Statement of the 23rd General Chapter truly sets the stage for all that follows. The five commitments in the statement can all be framed in this consciousness of the interconnections of the “social, economic and ecological crises of our time.”

I sometimes think that if only the needs of our world could be so conveniently separated into the categories of “social, economic and ecological,” perhaps we could find the way forward more easily. But they can’t be separated. We know, from our lived experience and from our growing global consciousness, that, for example, the economic disparities in our global village are impacted directly by the ecological crises of our time and the resulting social exclusion of those who are impoverished.

So where do we begin to address these situations? Is climate change the problem that frames them all? Is the growing economic disparity in our world the real issue? Should we be working to eliminate social and class distinctions?

As I reflect on the words from Love Cannot Wait I am prompted once more to see that there is not one starting point. If we truly believe that “Love Cannot Wait” then we know that we are called to allow the urgency implied in that statement to guide us in responding to the “many divisions in our church and world today.”
Barbara Zurine, a recently deceased member of the Atlantic-Midwest Province, reflected on this sense of urgency and wrote: “Love cannot wait for weeks, or month, or years – while we sit around a table to find solutions for the violence befalling our human race.

“Love cannot wait for answers before it does something, anything to comfort a hurting human being.

“Love cannot be stopped! It is always active, always creative, always on the move, always hoping, always giving, always desiring! It knows no bounds! It has no limits! It does not know discouragement, or fear!

“The only thing that love cannot do – is wait!”

“Tumaini,” and “Tatendrang”

von Eileen Reilly, SSND

„Tumaini“, ein Swahili-Wort, das „Hoffnung und Vertrauen“ bedeutet, sowie das deutsche Wort „Tatendrang“, wurden zu Themen des Globalen Forums für Migration und Entwicklung (GFMD) in Berlin Ende Juni. Ich nahm teil als SSND UN NGO Vertreterin.
Das GFMD ist ein freiwilliges, zwischenstaatliches, unverbindliches und informelles Beratungsverfahren, das allen Mitgliedstaaten und Beobachtern der Vereinten Nationen offen steht. Diese etwas einzigartige Versammlung, weg von den Formalitäten des UN-Hauptquartiers in New York, bietet einen Raum für den Austausch von Anliegen und Lösungen angesichts der Flüchtlingskrise.
Die Stadt Berlin stellte die perfekte Kulisse zur Verfügung – eine Stadt, die Heimat einer der berüchtigsten Mauern war. Die Konferenz begann symbolisch am Brandenburger Tor, wo wir uns daran erinnerten, dass Mauern abgerissen werden können.
Diese Konferenz kommt zu einer Zeit, in der die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen für einen weltweiten Vertrag für eine sichere, geregelte und reguläre Migration kämpfen. Dieses Dokument widmet sich den wichtigsten Themen wie unbegleitete Kindermigranten, Praktiken in Bezug auf Anwerbung von Arbeitern und Schmuggel und Menschenhandel.
Darüber hinaus gibt es eine wachsende Anerkennung, dass dieser Vertrag auf den Menschenrechten basieren und sich an die „treibenden Kräfte“ der Migration richten muss. Es gibt auch ein wachsendes Bedürfnis, die Realität der klimatisch bedingten Migration anzugehen. Sowohl so genannte „Naturkatastrophen“ als auch „langsame Katastrophen“ wie Dürren und Meeresspiegelanstiege bedrohen die Häuser der Orte auf der ganzen Welt.
Der Impuls für dieses Dokument stammt aus einer wachsenden Erkenntnis, dass der Umfang der Flüchtlingskrise nur angegangen werden kann, wenn ein wahrer Austausch von Verantwortlichkeiten gemeinsam von den Nationen der Welt übernommen wird. Die UNO hat auch TOGETHER (Gemeinsam) ins Leben gerufen, eine Kampagne der Vereinten Nationen, die die Achtung der Sicherheit und der Würde für Flüchtlinge und Migranten fördert. Gestartet im September 2016, ist es ihr Ziel, dem Anstieg der Fremdenfeindlichkeit und der Diskriminierung entgegen zu wirken.

Zeit der Schöpfung

Vom 1. September bis 4. Oktober kommen die Christen rund um den Globus zusammen, um für die Schöpfung zu beten und sich um sie zu kümmern. Wir haben in den letzten zwei Jahren teilgenommen. Sie können mehr darüber erfahren unter: http://www.oekumene-ack.de/themen/glaubenspraxis/oekumenischer-tag-der-schoepfung/2017/ oder http://www.seasonofcreation.org/. Vor zwei Jahren forderte Papst Franziskus einen besonderen Tag für die Pflege der Schöpfung, der am 1. September jeden Jahres stattfindet. Die Zeit der Schöpfung beginnt an diesem Tag und dauert bis zum Fest des hl. Franz von Assisi am 4. Oktober. Während dieser Zeit – so hofft man – nehmen sich Menschen auf der ganzen Welt Zeit, um vor allem für „unser gemeinsames Haus“ zu beten und kleine oder große Aktion zu initiieren, um ihre Sorge für die Schöpfung auszudrücken. Die zweite Website kann in deutscher, spanischer, italienischer und portugiesischer Sprache gelesen werden. Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail..

Vorstellung von JCoR (Vereinigung der Religiosen für Gerechtigkeit)

Die religiösen Kongregationen, die wie die Schulschwestern eine Vertretung der Nichtregierungsorganisation (NGO) bei den Vereinten Nationen (UN) haben, haben soeben ein einjähriges Projekt abgeschlossen, um Wege zu erarbeiten, wie wir effektiver zusammenarbeiten können. Unsere informelle Gruppe – Ordensleute bei der UNO (RUN) – führte eine Umfrage bei unseren Mitgliedern in 14 Ländern durch, um das Interesse und die Bereitschaft der Mitglieder zu beurteilen, sich bei einer globalen Interessenvertretung zu beteiligen. Wir haben gespürt, und die Umfrage bestätigte es, dass wir viel mehr miteinander tun könnten.
Unsere Interessenvertretung bei den Vereinten Nationen wird gestärkt, wenn unsere Mitglieder auf der ganzen Welt aktiv beteiligt sind. Wir sind bestrebt, Wege zu erforschen, damit so viele Ordensleute wie möglich sich bei diesen Bemühungen einbringen. Jetzt ist der Arbeitsname der Gruppe JCoR, von der wir hoffen, dass sie zum „Cor“ wird, d.h. „zum Kern der Sache „, indem wir Mitglieder auf der ganzen Welt engagieren. Weitere Informationen folgen, wenn wir diese Organisation aufbauen.

Asia/Oceania Branch meeting in Bandipur, Nepal

von Kathy Schmittgens SSND

Die Schwestern Barbara Soete, Judith Kamada und Kathy Schmittgens trafen sich im Mai in Bandipur/Nepal zum Treffen des Zweiges Asien/Ozeanien. Schwester Francine Perez, Connie Guerrero und Schwester Eileen Reilly konnten nicht persönlich teilnehmen. Schwester Francine erholte sich von einer Krankheit. Connie Guerrero hat einen Länderbericht für Guam eingereicht. Schwester Eileen Reilly gab einen UN-NGO-Bericht über Skype. Wir waren sehr erfreut, dass wir eine gute Stunde lang elektrischen Strom hatten, so konnten wir so viel wie möglich interagieren.
Während des Treffens konnten wir einiges über die Apostolate unserer Schwestern in Nepal sehen. Die Notre Dame School hat ca. 850 Studenten vom Vorschulkindergarten bis zur Sekundarstufe II. Schüler führten etwas für uns auf, obwohl sie in dieser Woche wegen der Wahlen im Land keine Schule hatten. Das Programm beinhaltete Gesang und kulturelle Tänze.
Wir konnten auch einige der Zentren der Frühkindlichen Lernzentren besuchen, mit denen man in den Gebieten mit den niedrigen Kasten begonnen hatte, um die Kinder auf die Schule vorzubereiten. Der Einsatz unserer Schwestern und der Lehrer und Mitarbeiter war sehr beeindruckend. Die Leute in Bandipur sind sehr stolz auf die Schule und die Lernzentren. Sie schreiben den Schulen zu, dass es dem Dorf besser geht. Unsere Selige Mutter Theresia wäre erfreut!
Wegen der allgemeinen Wahl und einiger Störungen, die durch verschiedene politische Parteien verursacht wurden, beendeten wir unser Treffen in Kathmandu nahe dem Flughafen. Die Arbeit unserer Schwestern und die Schönheit und Kultur des Landes hinterließen einen bleibenden Eindruck. Beten Sie auch weiterhin für die Menschen in Nepal, da es noch viel gibt, was seit dem verheerenden Erdbeben im Jahr 2015 nicht wieder aufgebaut wurde.

 

 

Internationaler Tag des Friedens – 21. September

Wieder einmal feiern wir am 21. September den Internationalen Tag des Friedens. Eine gute Hilfe für die persönliche Reflexion ist die Botschaft zur Gewaltfreiheit von Papst Franziskus zum Weltfriedenstag. Sie ist auf der Vatikan-Webseite in vielen Sprachen zu finden.
Es ist eine sehr gute Gelegenheit, ein Gebet oder ein spezielles Programm in Ihren Apostolaten vorzubereiten, um daran zu erinnern, wie wichtig es für jeden von uns ist, persönlich friedvoller zu werden, damit wir eine friedliche Gesellschaft und Welt schaffen.
Senden Sie uns bitte Fotos zu von Ereignissen, die Sie initiiert haben. Sie können diese auch auf der Shalom Facebook Seite teilen.

Ihr Seid Gesandt, die UN-Charta und Laudato Si ‚

von Eileen Reilly, SSND

Ich werde oft gefragt: „Was bedeutet es, die Schulschwestern bei den Vereinten Nationen zu vertreten?“ Als einfachste Antwort nenne ich die drei Bücher: Ihr Seid Gesandt, die UN-Charta und Laudato Si ‚.
Seit ihrer Gründung, vor 71 Jahren, hat die UNO ein System eingerichtet, um sich mit Nichtregierungsorganisationen – wie den Schulschwestern – zu beraten. Wenn eine Gruppe beantragt, Mitglied als NGO zu werden, muss sie nachweisen, dass ihre Organisation in einem Bereich, der für die UNO von Belang ist, Fachwissen hat. Wir SSNDs erziehen in mehr als 30 Ländern auf der ganzen Welt – wir haben Kenntnis über Bildung.
Es gibt über 4.000 solcher NGOs, die bei den Vereinten Nationen registriert sind, und über 50 von ihnen sind religiöse Gemeinschaften wie wir. Wir religiösen NGOs sagen gern, dass wir das Gewissen der UNO sind. Wie funktioniert das? Im Jahr 2000 haben sich die Vereinten Nationen verpflichtet, die allgemeine Grundschulbildung bis 2015 zu fördern. Im Laufe der Zeit haben wir das Problem aufgeworfen, dass, obwohl der Prozentsatz der Kinder, die eine Grundschulbildung erhielten, erheblich gestiegen ist, in einigen Fällen Kinder in ländlichen Gebieten, die am schwersten zu erreichen waren, keine Bildung erhielten. Oder in anderen Fällen „Bevorzugung des Sohnes“ angeordnet wurde, so dass die Jungen die Ausbildung bekamen und die Mädchen zu Hause blieben, um Hausarbeiten zu erledigen.
Einer meiner Lieblingsmomente in meinen sechs Jahren bei den UNO ereignete sich im Sommer 2015. Die Botschafter waren intensiv damit beschäftigt, die Details des Textes der neuen Ziele zu diskutieren, die sie in den nächsten 15 Jahren leiten sollen. Es war ein Montagmorgen, die Zeit rannte ihnen davon, am vorausgegangenen Freitag hatte Papst Franziskus seine Enzyklika „Laudato Si ‚ – Über unsere Sorge für das gemeinsame Haus“ vorgestellt. Am Wochenende hatte ich eine Notiz auf meine To-do-Liste gemacht, um eine Kopie dieser Enzyklika zu bekommen. Sie können sich meine Überraschung vorstellen, als Botschafter Kamau aus Kenia am Montagmorgen mit einer Kopie der Enzyklika aufstand und zu den Mitgliedern der Generalversammlung sagte: „Ich weiß, dass wir hier nicht alle katholisch sind. Ich bin selbst kein Katholik. Aber wir alle müssen dieses Dokument lesen, es hat eine Botschaft für uns alle!“
Eines dieser 17 neuen Ziele fordert „die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung von Frauen und Mädchen“ bis 2030. Das ist, was wir SSNDs seit etwa 1833 tun.

 

Shalom/UN-NGO Newsletter is a triannual publication of the School Sisters of Notre Dame:
via della Stazione Aurelia 95, 00165 Roma · tel: +39.06.6652.01; fax: +39.06.6652.0234.

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