Jahrgang 20, Ausgabe 1  —   April 2017

Pdf: Deutsch (775 KB)

Die Liebe gibt alles

Schwester Beatriz Martinez-Garcia

von Schwester Beatriz Martinez-Garcia

Liebe Schwestern,

ich heiße Beatriz Eugenia Martinez-Garcia. Ich bin in Mexiko geboren und dort in meiner Familie aufgewachsen.

Als Schulschwester von Unserer Lieben Frau habe ich in Pfarrgemeinden und Diözesanbüros im Bereich Evangelisierung und Katechese in Mexiko und in den Vereinigten Staaten, in Arizona, Texas und Minnesota gearbeitet. Am 1. Oktober wurde ich zur NGO-Vertreterin der Schulschwestern bei den Vereinten Nationen ernannt. Zur Zeit habe ich das Privileg, mich in die Aufgabe einzuarbeiten. Schwester Eileen Reilly, unsere derzeitige NGO-Vertreterin bei der UN hilft mir, die wichtigsten wichtige Aspekte dieser Aufgabe kennen zu lernen und besser zu verstehen, wie ich mit dem internationalen Shalom-Netzwerk zusammenarbeiten kann.

Ich bin fest davon überzeugt, dass wir, wie die Richtungweisende Erklärung und die Akte des 24. Generalkapitels bekräftigen, gerufen und gesandt sind, „zu erziehen, unsere Stimme zu erheben und uns einzusetzen für die Würde des Lebens und für die Bewahrung der Schöpfung“ und „als Kongregation zu erkennen, auf welche weltweit wichtigen und dringenden Anliegen wir zu antworten gerufen sind. Und wir wagen es, mutige Schritte zu setzen und dabei überraschende Wege zu finden.“

Ich danke jeder von Ihnen für Ihre Gebete und Ihre Unterstützung.

Lassen Sie niemanden zurück

von Schwester Eileen Reilly, Leiterin des SSND UN-NGO Büros

Während die Mitglieder der Vereinten Nationen die 2016 initiierten Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) weiter umsetzen, rufen sie einander ins Gedächtnis, wie wichtig es ist, „niemanden zurückzulassen“. Dieses Konzept war in den Verhandlungen zu den Zielen wichtig und wurde ein Thema, das vorankommt,

Was heißt das in der Praxis? Einige Beispiele: Bei den Bemühungen, Bildung für alle zu ermöglichen, müssen besondere Maßnahmen ergriffen werden, um Kinder mit Behinderungen einzubeziehen. Diejenigen, die mit der Förderung der Gleichstellung der Geschlechter betraut sind, müssen dafür sorgen, dass Frauen und Mädchen einbezogen werden.

Auf einer sehr praktischen Ebene haben diese Anliegen zu einer zunehmenden Bemühung der Vereinten Nationen geführt, „Sozialschutz“ zu fördern. Dieser Ausdruck wird verwendet, um alle verschiedenen Programme zu beschreiben, die zum Wohl aller beitragen, insbesondere derjenigen, die am dringendsten Hilfe brauchen. „Sozialschutz“ umfasst Gesundheitsdienstleistungen, Bildung, Arbeitslosenversicherung, Altersrenten und vieles mehr.

Sowohl die Kommission für den Status der Frau (CSW) als auch die Kommission für soziale Entwicklung (CSocD) haben den Sozialschutz als Thema für ihre diesjährigen Treffen gewählt. Mit dieser erneuten Betonung, „niemanden zurückzulassen“, bestehen neuerlich positive Aussichten, dass diese Entwicklungsziele bis zum Enddatum 2030 erreicht werden können.

Tag der Menschenrechte: 10. Dezember, 2018

von Schwester Kathy Schmittgens,
Internationale Shalom-Koordinatorin

Einer der gemeinsamen internationalen Tage unseres Shalom-Netzwerkes ist der 11. Dezember, der Tag der Menschenrechte. Hier nennen wir einige Beispiele, wie unsere Schwestern in Polen diese wichtigen Rechte in ihre Apostolate einbringen. Danke an Schwester M. Chiara für die Zusendung der Informationen!

Im Kindergarten im polnischen Opole beteten die Kinder für alle Menschen, deren Rechte verletzt werden. Im Unterricht sprachen die Lehrer mit Kindern über die Rechte eines Kindes von der Geburt bis zum Vorschulalter, dann über die Rechte der Kinder, die den Kindergarten und die Schule besuchen, und über die Rechte der Erwachsenen. Kinder nannten viele Rechte. Einige dieser Rechte schrieben sie auf farbige Blätter, denn jedes Recht ist wichtig, damit jeder ein gutes Leben führen kann; dank uns wird die Welt schöner sein.

In Weißrussland organisierten Schwester M. Regina und Schwester M. Alicja am Sonntag vor dem 10. Dezember ein Treffen von Erwachsenen und Kindern zum Thema Menschenrechte. Sie beteten auch mit ihnen auch in den Intentionen, die sie während der Adventszeit nutzten.

Kinder im Maria Theresia Kindergarten sprechen über die Rechte

Kinder im Maria Theresia Kindergarten sprechen über die Rechte

Eltern und Kinder in Weißrussland sprechen über Menschenrechte

Eltern und Kinder in Weißrussland sprechen über Menschenrechte

Schulschwestern bei der 63. Kommission für den Status der Frauen

von Patricia Stortz, Koordinatorin für kongregationsweite Kommunikation

Die 63. Kommission der Vereinten Nationen für den Status der Frau (CSW63) fand vom 11. bis 22. März in New York statt. Jedes Jahr nimmt eine Delegation der Schulschwestern in der ersten Woche teil. Zur SSND-Delegation gehörten in diesem Jahr Schwester Eileen Reilly, Leiterin des SSND-Büros der UN-NGO, Schwester Beatriz Martinez-Garcia, sowie Mitarbeiterinnen und Schülerinnen von SSND-Schulen in Brasilien, Ungarn und den Vereinigten Staaten.

Jedes Jahr gibt es ein vorrangiges Thema und ein Thema, das überdacht wird. Das vorrangige Thema dieses Jahres war „Soziale Systeme, Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen und nachhaltige Infrastruktur für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung von Frauen und Mädchen“. Die Umsetzung der vereinbarten Beschlüsse zu dem Thema „Stärkung von Frauen und die Verbindung zu nachhaltiger Entwicklung“ aus der 60. Sitzung wurde bei der diesjährigen 63. Sitzung bewertet.

Berichte über dieses Treffen CSW63 und die Aktionen der Schulschwestern-Delegation können Sie auf der Kongregations-Homepage (https://gerhardinger.org) und der kongregationsweiten Facebook Seite (@ssnd_global) nachlesen.

Laudato Si’ leben

von Schwester Kathy Schmittgens, Internationale Shalom-Koordinatorin

Als Mitglieder des Shalom-Netzwerks „studieren wir weiterhin die katholische Soziallehre, insbesondere Laudato Si“. Kleine Dinge, die wir tun, können anderen Zeugnis geben. Schwestern in Peru hatten Stoffbeutel hergestellt, um zu vermeiden, Plastikbeutel für die Sachen zu verwenden, die sie kaufen. Roberta, die Frau, die in der Gegend Brot verkauft, sah sie und fragte, ob sie 50 Taschen für ihre Stammkunden nähen würden.

S. Lucy näht die Taschen; S. Veronica zieht die Kordeln ein

S. Lucy näht die Taschen; S. Veronica zieht die Kordeln ein

S. Yvonne paints on each one "No to Plastic".

S. Yvonne zeichnet auf jede Tasche “Nein zu Plastik”.

No plastic
S Lucy bringt Roberta die Taschen.

S Lucy bringt Roberta die Taschen.


Es gibt viele gute Quellen, um mehr über Laudato Si‘ zu lernen. Wir können Laudato Si’ in unseren Gemeinschaften und unseren Diensten Wirklichkeit werden lassen.

Die UISG (Internationale Vereinigung der Generaloberinnen) hat eine Website mit dem Thema ihrer Generalversammlung, Sowing Hope for the Planet (=Hoffnung für den Planeten säen), ins Leben gerufen. Die Adresse lautet http://www.sowinghopefortheplanet.org/ . Sie finden Quellen und Veranstaltungen, die Sie inspirieren. Verfügbar in Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch..

Werden Sie Laudato Si’ Animateurin durch die Bewegung Global Catholic Climate Movement auf https://laudatosi.teachable.com/p/lsas

Weitere Informationen über Integrale Ökologie finden sie unter Global Catholic Climate Movement

https://catholicclimatemovement.global/


 

Obdachlosigkeit beenden – Schritt für Schritt

NGO working group to end homelessness

 von Schwester Eileen Reilly, Leiterin des SSND UN-NGO Büros

Die vinzentinische Familie – jene Gruppen, die ihre Wurzeln auf den Heiligen Vincenz von Paul zurückverfolgen, wie die vinzentinischen Priester, die Schwestern und Töchter der Nächstenliebe, die Vincenz von Paul-Gesellschaft – haben Schulschwestern und andere eingeladen, sich gemeinsam mit ihnen für ein Ende der Obdachlosigkeit einzusetzen .

Obwohl dieses Ziel sehr ehrgeizig ist, freuen wir uns, dass unsere Arbeitsgruppe zur Beendigung der Obdachlosigkeit nach weniger als zwei Jahren einen großen Schritt nach vorne gemacht hat. Wir haben uns erfolgreich bei der Kommission für soziale Entwicklung eingesetzt, um Obdachlosigkeit als Thema ihrer Tagung 2020 aufzunehmen. Damit haben die Mitgliedstaaten als Vereinte Nationen die Aufgabe, das Problem in allen seinen Formen in allen Ländern der Welt anzusprechen.

Dabei haben wir erfahren, dass es in einigen Ländern keine Statistiken zur Obdachlosigkeit gibt und dass einige Länder bestreiten Obdachlose zu haben.

Bei all unseren Bemühungen haben wir bisher unter dem Motto „Nichts über uns, ohne uns“ gehandelt. Dies bedeutet, dass wir Menschen, die obdachlos sind, in unserer Arbeitsgruppe und in unseren Anstrengungen eine Stimme geben. Ich war zum Beispiel tief bewegt, als Iris, eine in New York City obdachlose Frau, bei einer UN-Veranstaltung über ihre Erfahrungen sprach.

Weltweiter Vertrag für Migration

 von Schwester Eileen Reilly, Leiterin des SSND UN-NGO Büros

Der weltweite Vertrag der UN für Migration, der für zwei Jahre verhandelt und im Dezember 2018 genehmigt wurde, versucht, die Verantwortung aller Nationen für die wachsende Zahl von Migranten auf der ganzen Welt aufzuteilen. Die beste Schätzung ihrer Zahl liegt bei über 258 Millionen, was nicht den Millionen von Menschen entspricht, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden, aber immer noch im selben Land leben.

Die 23 im Vertrag enthaltenen Ziele decken auf umfassende Weise alle Dimensionen der Migrationsprobleme ab. Der Pakt fordert „sichere, geordnete und regelmäßige Migration“. Obwohl die große Mehrheit der Nationen diesem Prozess zugestimmt hat, ist es bedauerlich, dass einige Länder nicht an den Bemühungen beteiligt waren. Unter den Ländern, in denen Schulschwestern vertreten sind, haben Österreich, die Tschechische Republik, Ungarn, Italien, Polen und die Vereinigten Staaten den Pakt nicht unterzeichnet. Brasilien unterschrieb zunächst, zog sich aber später zurück.

Ostern ist am 21. April. Der ‚Tag der Erde‘ ist am 22. April.
Wir wünschen Ihnen ein frohes Shalom Osterfest!

Shalom/UN-NGO Newsletter ist eine dreimal im Jahr erscheinende Publikation der Armen Schulschwestern v.U.L.Fr.:
via della Stazione Aurelia 95, 00165 Roma · tel: +39.06.6652.01; fax: +39.06.6652.0234.

Print Friendly, PDF & Email